Berner vom Hibiscusgarten


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Wie bereits in den Zuchtzielen erwähnt, liegt uns die Gesundheit dieser Rasse sehr am Herzen.  Da man auf meiner Homepage über manche Begriffe stolpert, möchte ich hier die Chance nutzen und den ein oder anderen Begriff erklären.

Durch Ehrlichkeit und Transparenz erhoffen wir uns, ein wenig für die Gesundheit und Langlebigkeit unserer geliebten Berner zu erreichen. Daher sind nicht nur unsere Zuchthunde HD und ED geröntgt. Um die Transparenz unserer Zucht zu erhalten, erwarten wir die Röntgenuntersuchung auch von jedem Hund aus unserer Zucht im Alter von 15-18 Monaten. Desweiteren bitten wir jeden unserer Welpenkäufer, seinen Hund alle 12 Monate lebend zu melden.

Sowohl Bisou als auch Chani wurden auf die degenerative Myelopathie getestet und für unsere derzeit einzige Zuchthündin Bisou haben wir auch den genomischen Zuchtwert angefordert.

 

Die Ellenbogendysplasie (ED)

Die ED ist eine chronisch verlaufende Krankheit des Ellenbogengelenks schnellwüchsiger Hunderassen. Die ED stellt eine vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler begünstigen die Krankheit zunehmend. Die ED beginnt im späten Wachstumsstadium, bei vier bis acht Monate alten Jungtieren,  mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenkes und der gelenkbildenden Knochenteile, welche sich durch Lahmheit äußert. Der Bewegungsumfang des Ellbogengelenks ist eingeschränkt. Frühzeichen sind Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen. Eine Behandlung ist dann ausschließlich operativ möglich und nicht immer ohne bleibende Schäden. Dieser Gelenksdefekt führt zur Arthrose und zum frühzeitigen Verschleiß des Gelenkes.

ED wird in folgende Einstufungen eingeteilt:

·         0: frei

·         1: wenig Arthrose (weniger als 2 mm)

·         2: etwas mehr Arthrose (2 – 5 mm)

·         3: starke Arthrose (über 5 mm) oder ED-operierte Hunde

 

Die Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Fehlbildung eines oder beider Hüftgelenke spricht man von HD.

Ein gesundes Hüftgelenk besteht aus  dem Kopf des Oberschenkels, welcher von der Hüftgelenkspfanne umschlossen wird und durch Bänder, Sehnen und Muskeln fest verankert ist.

Bei einer HD sind die Hüftgelenke locker (der Oberschenkelkopf ist nicht genügend mit der Gelenkpfanne verbunden). Hinzu kommt ein mehr oder weniger missgebildeter Oberschenkelkopf und eine abgeflachte Gelenkpfanne. Man könnte also sagen, die Pfanne und der Kopf passen nicht richtig zusammen. Die Instabilität des Gelenkes führt zur Arthrosebildung, welche dem Hund wiederum Schmerzen bereitet.

Es gibt folgende HD-Einstufungen:

·         A: frei, keine Anzeichen auf HD

·         B: Verdacht, Übergangsform HD

·         C: leichte HD

·         D: mittlere HD

·         E: schwere HD

 

Genomischer Zuchtwert

Im Juli 2012 führte der Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland e.V. diesen Wert für die Langlebigkeit für Berner Sennenhunde ein. Dieses erfolgversprechende Verfahren steht nun allen Züchtern von Berner Sennenhunden auf freiwilliger Basis für ihre Zuchtplanung zur Verfügung und eröffnet die Chance zur schnelleren Erhöhung des Durchschnittslebensalters. Natürlich funktioniert dies nicht von jetzt auf gleich. Züchten heißt jedoch auch: In Generationen zu denken!

Nähere Infos: Verlinkung zur SSV-Homepage

 

Die degenerative Myelopathie (DM)

DM ist eine schwere chronisch fortschreitende Rückenmarkserkrankung mit spätem Beginn (meist ab dem 8. Lebensjahr).  DM ist eine progressiv verlaufende und nicht heilbare neurologische Erkrankung des Rückenmarks. Erstes Anzeichen dieser Krankheit ist der Verlust der Koordination in den Hinterläufen. Im folgenden Stadium hat der Hund Probleme beim Stehen und später auch beim Laufen. Vom Anfangsstadium bis zum Zeitpunkt der Querschnittslähmung beträgt zwischen drei Monate und zwei Jahre. Trotz des schweren Krankheitsverlaufes ist die Krankheit für den Hund schmerzfrei.

Da verschiedene andere heilbare Erkrankungen ähnliche Symptome aufweisen, ist hier genauestens durch den Tierarzt zu differenzieren.

Die DM wird autosomal-rezessiv vererbt.

Nach der Aussage von Laboklin (Stand: 14.01.2013) liegen in Deutschland folgende Testergebnisse beim Berner Sennenhund vor:

50,80 %: N/N (Genotyp N/N bedeutet, dass dieser Hund die Mutation nicht trägt und somit ein extrem geringes Risiko hat an der Krankheit zu erkranken. Er kann die Mutation somit nicht an seine Nachkommen weitergeben.)

29,80 %: N/DM (Genotyp N/DM bedeutet, dass der Hund eine Kopie des mutierten Gens trägt. Er hat ein extrem geringes Risiko an dieser Krankheit zu erkranken, gibt die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weiter. Ein solches Tier sollte nur mit einem mutations-freien Tier verpaart werden.)

19,40 %: DM/DM (Genotyp DM/DM heißt, dass der Hund zwei Kopien des mutierten Gens trägt und somit ein extrem hohes Risiko hat, an der Krankheit zu erkranken. Er gibt die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weiter und sollte nur mit mutationsfreien Hunden verpaart werden.)

Wenn man daher von heute an Träger und erkrankte Hunde nur noch mit freien Hunden verpaart, wird ab sofort kein Hund mehr geboren, der an dieser schrecklichen Krankheit erkrankt.

 

 

 

 

 

 

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